Nach den zeitlosen Zeiten
beginnt die Wundervollste des Jahres
für die Meisten erst heute
obwohl doch eigentlich schon seit mindestens drei Wochen
Weihnachten!!
Das Wort mit der großen Bedeutung
fast wie "Liebe"
mit der es ja auch fest verbunden ist.
Die Zeit, in der biersaufende Männer
ihre Frauen nicht mehr schlagen
weil sie sich in nurglühweinsaufende Schafe verwandeln
...und sie liegen sich in den Armen
diesmal ohne vorher gestürzt zu sein.
Die Zeit, in der zerstrittene Familien zusammenfinden
die Bühnenbildner der Harmonie,
die nun jedes nicht zu 100 Prozent inhaltslose Thema vermeiden
...und die sich lieben
weil sie die anderen ja irgendwie doch so sehr schätzen (brauchen)
Die Zeit der schwermütigen Gedichte
die ach so schön-melancholische Stimmungen verbreiten
und uns erinnern, wie egoistisch wir doch immer waren
...aber das korrigiert man jetzt
denn eigentlich ist man ja großherzig. Man kommt nur nie dazu.
Die Zeit der barmherzigen Blicke
gerade jetzt brauchen die Bettler uns ja besonders
sonst nicht so
...wir haben ja Mitgefühl
und auch die Armen brauchen Geld für eine Weihnachtsgans ohne Ofen
Die Zeit, in der man sich lächelnd "Frohe Weihnachten" wünscht
egal ob man sich kennt oder nicht, mag oder nicht
eine Floskel sondergleichen, vorgetragen mit glänzenden Augen
...aber, ach, wen stört das schon? Man gehört zusammen.
Eine einzige große Menschenfamilie in Eintracht und Glückseligkeit.
Und natürlich die Zeit der Geschenke
die von Herzen kommen
jenes Herz, das so gehüpft ist zwischen abertausenden anderen hüpfenden Herzen in den Einkaufszentren unserer Metropolen. Dachte man nicht an seine Lieben, während man sich nach dem sechsten Sturz in der Menge langsam abrollte... und anschließend die so liebevoll gekauften "Geschenke" wieder einsammelte. Immer in der Hoffnung, dass es niemand gesehen hat. Nicht weil es peinlich ist, sondern weil der Beschenkte ja nicht wissen soll, was er bekommt. Die jeweiligen Wunschzettel hat man als Einkaufsliste immer dabei.
Die Zeit der Weihnachtsmärkte
auf die man ausschließlich zu zweit gehen darf
denn alleine wäre man ja frustriert zwischen all den Liebenden. Die sich extra vor Weihnachten noch in Blitzdatings zusammengefunden haben, damit sie nun in Muffs gesteckt, mit Wollmützen und dampfenden - eigentlich ekelhaften, aber muss ja - Getränken selig lächelnd umherschlendern können. Bis zum 22. Denn dann müssen sie ja Geschenke kaufen. Fast vergessen, bei all der Liebe.
Ach ja, noch kurz was Anderes.
Ich habe vor Kurzem von dem neuesten Sextrend gelesen.
Man legt sich auf Bahngleise, wartet auf eine herrannahende Bahn, fängt dann an ... und muss fertig sein, bevor die Bahn da ist. Die Schwierigkeit? Frage ich mich auch, da können Männer ihre Stärken doch mal voll ausspielen.
Ja, das gibt es tatsächlich. Warum auch nicht, es geht ja.
Ganz fröhliche Weihnachten an all die Menschenkinder dort draußen, die eigentlich ja doch die tollsten der Welt sind.
Freitag, 21. Dezember 2007
Barmherzige Zeiten ...
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